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Aus der Geschichte von Prag 11

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Kurze Übersicht der Geschichte vom Stadtteil Prag 11


Das Gebiet von Prag 11 ist ein Bestandteil der Hauptstadt der Tschechischen Republik seit 1. Januar 1968. Zum selbständigen Stadtteil wurde es in 1990 als Prag – Südstadt, und seit November 1994 trägt es den Namen Prag 11. Die Behörde vom Stadtteil Prag 11 stellt die Ausübung der Staatsverwaltung in den anvertrauten Bereichen auch in drei weiteren Stadtteilen sicher, und zwar in Prag Šeberov, Prag Újezd und Prag Křeslice.

Der heutige Kataster von Chodov, sowie die angrenzende Region legten die Zeugenschaft über menschliche Besiedlung schon aus jüngerer und später Steinzeit, d.h. also aus 3. Jahrtausend v. Chr., ab. Mit der Zeit wechselten sich hier viele Menschengruppen von verschiedenen Kulturen ab. Gegen Ende der sogen. Epoche der Völkerwanderung leerte sich unser Gebiet auf bestimmte Zeit. Irgendwann im 8. - 9. Jahrhundert, am Ende der sogen. älteren Burgstättenzeit und in deren mittlerer Phase, drangen hierher die slawischen Vorfahren von Tschechen aus dem Prager Becken ein, und die entstandene Besiedlung wurde dann nie mehr unterbrochen. Die Urwälder wurden durch Wege durchgeschnitten, wobei der ursprüngliche Weg aus Benešov gemäß H. Ječný über Šeberov nach Chodov und weiter nach Norden führte. Nach dieser Theorie kann eine frühe Entstehung von Chodov angenommen werden. Im Mittelalter wurde das Netz von Hauptwegen mit einer neuen Kreuzung verbunden, die an den Furten über Moldau, in den Zentralteilen vom heutigen Prag entstand. Das Gebiet vom heutigen Prag 11 blieb jedoch von dem neuen Zentrum durch ausgedehntes Nusler Tal getrennt, und es wurde zum Bestandteil des landwirtschaftlichen Umfelds der Hauptstadt.

Die erste schriftliche Nachricht wird schon in 1185 angeführt, und sie erinnert an hiesige Bevölkerung, die freien Bauern - "Greise". Die bisherigen archäologischen Funde belegen bisher die älteste Besiedlung seit 13. Jahrhundert. Die Basis für Chodov bildete Chods oder vielleicht Hods Hof. In der nahen Umgebung entstand spätestens im 13. Jahrhundert eine weitere Gemeinde namens Litochleby.

Die älteste Geschichte von Chodov und die Entstehung von der Festung bleiben unklar. Allem Anschein nach, fiel Chodov kurz nach 1185 einem näher unbestimmten Feudalgeschlecht zu (es kann bisher noch nicht eindeutig nachgewiesen werden, dass es sich um ein damals sehr bedeutenden Magnatengeschlecht Hrabišicer, mit dem Symbol vom goldenen Rechen handelte), von dem Chodov in der Zwischenzeit zwischen 1188 - 1334 in Besitz der ersten schon belegten Herrschaft gelang, und zwar in Besitz des Ordens von Kreuzherren – Hütern des Gottesgrabens, deren Kommende sich in Zderaz befand (zur Zeit in der Nachbarschaft von Karlsplatz). Es kann daher bisher noch nicht entschieden werden, ob die Chodover Festung zur Verwaltung des hiesigen Gebiets von diesem Geschlecht oder eher erst von den Kreuzherren, die auch Jerusalemer Ritter genannt wurden, errichten lassen wurde.

Der erste schriftliche Nachweis von Litochleby stammt aus dem Jahre 1326, bald gehörte es jedoch demselben Besitzer wie Chodov. Chodov erhielt sich die Prioritätsstellung dank der Existenz vom Herrschaftshof und von der Festung. Das einstöckige Objekt vom Kreisgrundriss ist die führende Chodover Sehenswürdigkeit. Nach der archäologischen Forschung von V. Huml kann die Festungsentstehung schon gegen Ende des 13. Jahrhunderts angenommen werden. Das Gebiet der jüngeren Siedlung Háje gehörte lange Zeit zu Hostivař, Milíčov, erloschen an der Stelle des heutigen Hofs, könnte vielleicht ursprünglich zu Průhonice gehören. Horní, sowie erloschenes Dolní Roztyly schlossen an Záběhlice. In den Siedlungen dominierten bald die Wirtschaftshöfe der Herrschaften, Chodover, Milíčover, Hájer, Roztyler, Šeberover, Hrnčířer, Újezder, Křeslicer und Štít. Die Hofwirtschaft wurde insbesondere auf Getreidewirtschaft und Viehzucht gerichtet, in der Neuzeit kam der Zuckerrübenbau hinzu.

Im zweiten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts fesselte Nový Hrad u Kunratic die Aufmerksamkeit auf sich. Der König Václav IV. lies sie als seine zeitweilige, in der Wirklichkeit jedoch vorzüglich aufgesuchte Siedlung errichten. In 1419 starb er auch in der Burg, und dadurch öffnete sich der Raum für offene Hussitenstürme. Während der Hussitenkriege wurde Chodov schon in 1420 durch die Prager besetzt. Von 1433 bis zur Erfüllung des Testaments aus dem Jahre 1526 besaß die Festung, sowie die benachbarten Gemeinden das Geschlecht Chodover von Chrást, das ein zweimal geteiltes Wappen verwendete. Die Erben – Verwandten der Familie verkauften in 1558 das Vermögen, das dann fast nach jeder Generation seinen Besitzer änderte.

Die Nachricht aus dem Jahre 1471, nach welcher Magdalena Chodovská ihre Viehherde vor den Landsknechten des Burggrafen erfolgreich mit dem Schwert verteidigte, die sie zur Strafe wegjagen sollten, ist das erste indirekte Zeugnis über Existenz des Hofs. In 1526 wurde der Hof direkt genannt.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Chodov von Jiří Vilém Michna von Vacínov gekauft, der in den gräflichen Stand befördert wurde. Die Festung und der Hof wurden durch den Krieg erheblich beschädigt, zu dieser Zeit wurden sie jedoch paradoxerweise zu einem herrschaftlichen Gut. Nach mehreren Änderungen im Besitz erhielt Chodov in 1676 Benediktiner Kloster St. Nikolaus in der Prager Altstadt. Die Benediktiner verbesserten den Gang des Hofes, der umgebaut wurde, und sie bauten auch die beschädigte Festung zum Lustschloss um. Als sich jedoch die Benediktiner später für einen groß angelegten Umbau ihres Klosters entschieden, verkauften sie in 1728 Chodov und all das, was damit zusammenhing, an Jan Arnošt Václav Freiherr von Golec, Besitzer von Kunratice. Chodov blieb dann Bestandteil des Kunraticer Herrenhofes bis 1848. In 1795 wurden Clam – Martinicer zu Besitzern von Chodov, nach weiteren sechs Jahren kaufte es Josef Antonín Korb von Weidenheim.

Die Chodover – Litochleber Siedlungsagglomeration bildete nach der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts neben dem Hof auch achtzehn Häuser von verschiedener Bedeutung und drei Öde Standorte nach den Wirtschaften. Litochleby wurde allmählich mit Chodov verbunden. In 1844 werden 29 Häuser mit 173 Einwohner in Litochleby angeführt, jedoch schon in 1841 wurde ein gemeinsamer Kataster für beide Gemeinden unter dem Namen Chodov vermessen. Litochleby wurde zu Gemeinde, und schließlich wurde es von den Chodover Häusern von drei Seiten umgeben.

Im Nordzipfel des Katasters Chodov entwickelte sich seit Ende des 18. Jahrhunderts Chodovec. Seine Entstehung hing mit dem Alaunsteinförderungsversuch zusammen. Zur Zeit ist der nördliche Teil von Chodovec um den Chodovecer Platz durch die Bebauung von Spořilov umgeben. Den südlichen Teil füllen die Objekte von wesentlicher Bedeutung, einschl. Sitze von wissenschaftlichen Institutionen und Dienstleistungen verschiedenster Art, aus.

Nach 1848 bildeten Chodov, Litochleby, Šeberov und Hrnčíře eine politische Gemeinde Chodov - Šeberov, die in 1890 insgesamt 141 Häuser und 1 201 Einwohner hatte. Davon hatte Chodov mit Chodovec 432 und Litochleby 282 Einwohner. In 1908 trennten sich Šeberov mit Hrnčíře, und sie wurden mit Křeslice verbunden.

In 1886 wurde an der Trasse des Verkehrsweges von Prag eine ordnungsgemäße Straße gebaut. Nach der Schaffung vom Großen Prag in 1922 wurde Chodov zum unmittelbaren Nachbar der Hauptstadt, wodurch der weitere bauliche Wachstum hiesiger Gemeinde wesentlich beeinflusst wurde.

Im Areal des Chodover Hofs befand sich einst, neben den für die Landwirtschaft und die Viehzucht erforderlichen Objekten, den Obstgärten, dem Garten und den Teichen, auch die Brauerei, später Brennerei, und an der Mauer der Festung auch die Schmiede. Der Hof, zu dem 294 ha Felder gehörten, wurde in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts an die Prager Gemeinde verkauft, von der er weiter vermietet wurde. Nach 1948 wurde der Areal zur Farm des Staatguts Prag, in 1959 Bestandteil von Chodover LPG, der Hof erlosch jedoch in 1972, wann er dem neuen, breiten Verkehrsweg, Türkova Straße, nachgeben musste. Die Festung erlebte in den Jahren 1984 - 1988 einen grundsätzlichen Umbau, der das Objekt mit der Geschichtepatina zum Kulturhaus und Galerie änderte.

, Bild öffnet in neuem FensterDie älteste Geschichte vom Gebiet Háje ist mit der unweiten Gemeinde Hostivař, heute Bestandteil vom Stadtteil Prag 15, verbunden. Offensichtlich gab es hier einen Hof schon im 17. Jahrhundert. Die Mappierung aus 18. Jahrhundert erfasst eine Siedlung ohne Hof in der Lokalität von Háje, die den Namen Maly Hostivarz trägt. Nicht große Häuslerbesiedlung breitete sich in der Form von einer breiteren Straße, um den abfallenden Dorfplatz, aus. Nach 1841 wurde eine Kapelle am Dorfplatz aufgebaut. In 1898 lebten 157 Einwohner in Háje, mit dem Hof insgesamt 168 Personen. Die mehrmals renovierte Kapelle erinnert heute als die einzige an den alten Dorfplatz. Die Dominante vom Torso der ursprünglichen Gemeinde bleibt der ehemalige Wirtschaftshof.

, Bild öffnet in neuem FensterEin weiterer Hof, Milíčover Hof, könnte vielleicht ein Relikt der alten Besiedlung aus 15. Jahrhundert sein. Anfangs 17. Jahrhunderts befand sich hier ein Dörfchen, das erlosch, die Felder fielen dem Hof zu, zum Teil wurde der lokale Wald erweitert, der zur herrschaftlichen Fasanerie und Wildpark umgewandelt wurde. Es wurde durch das Teichsystem ergänzt. Der Milíčover Hof bildet einen direkten Bestandteil von 11, der Rest befindet sich schon im Kataster von Prag - Újezd.

, Bild öffnet in neuem FensterChodov, Háje und weitere Gemeinden wurden nach der Entstehung von der Tschechoslowakei dem politischen Bezirk Říčany angegliedert, der am 20. Oktober 1921 errichtet wurde. In 1942 wurden sie der Behörde Prag – Land – Süd angeschlossen, nach Wiederbelebung der Tschechoslowakei dem erneuten Bezirk Říčany.




, Bild öffnet in neuem FensterDie Tage im Mai 1945 und die Bemühung, kämpfendem Prag zu helfen, führten zum Chodover Aufstand. Während dieses Aufstands, vor allem am 7. 5., brachten Chodover Bürger große Lebensopfern.

Ab 1949 wurden die Gemeinden Chodov und Háje zum Bestandteil des neu errichteten Bezirks Prag – Ost und ab 1960 gehörten sie zum Bezirk Prag – West.

Ab 1. Januar 1968 wurden beide Gemeinden in den Bezirk Prag 4 eingegliedert, wobei Háje noch kurz vorher die Angliederung zum Chodov genehmigt hatte. Auf dem angegliederten Gebiet gab es im Rahmen des Bezirks Prag 4 der Gemeindenationalausschuss Chodov.

, Bild öffnet in neuem FensterNach 1970 begann die Südstadt im Kataster von Chodov und Hájů zu wachsen. Ab 1971 wurden Erdarbeiten durchgeführt und dann folgte der Bau von einzelnen Objekten.

, Bild öffnet in neuem FensterIn 1976 ziehen die Bewohner in die ersten Häuser ein. Die bestehende Verwaltungsform genügte nicht mehr. Ab 1988 gab es daher Gemeindenationalausschuss Chodov – Südstadt mit "experimentalen Kompetenzen".

In 1990 entstand schließlich der Stadtteil Prag – Südstadt, und am 18. - 19. November 1994 trat der Beschluss der Vertretung der Hauptstadt Prag in Kraft, gemäß dem der Stadtteil den o.g. Namen Prag 11 erhielt.

Š PhDr. J. Bartoň

vlajky, Autor: PhDr. Jiří Bartoň

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Znak Prahy 11, Autor: PhDr. Jiří Bartoň

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Chodovská tvrz, Autor: PhDr. Jiří Bartoň

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Praha správni rozdělení, Autor: PhDr. Jiří Bartoň

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Lidé u nás, Autor: PhDr. Jiří Bartoň

Lidé u nás

 
Logo JmMP11, Autor: PhDr. Jiří Bartoň

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Tančící světlo , Autor: PhDr. Jiří Bartoň

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Akad. arch. Jiří Lasovský, Autor: PhDr. Jiří Bartoň

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Dny Prahy 11, Autor: PhDr. Jiří Bartoň

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Jihoměstský uličník, Autor: PhDr. Jiří Bartoň

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Vlajky nad Jm, Autor: PhDr. Jiří Bartoň

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Vlajky nad JM v, Autor: PhDr. Jiří Bartoň

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Růže z chodby panelového domu, Autor: PhDr. Jiří Bartoň

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Jablka se uchovala, Autor: PhDr. Jiří Bartoň

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Antonie Hegerlíková, Autor: PhDr. Jiří Bartoň

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Sen stal se 2, Autor: PhDr. Jiří Bartoň

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Kopie   Kopie   znak trochu wm o

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Znak MČi  terakota

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vlajky u radnice, Autor: PhDr. Jiří Bartoň

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21.11.2005 18:56:03 - aktualisiert 14.8.2014 10:59:47 | gelesen 21930x | PhDr. Jiří Bartoň
 
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